1. Damen: Interview mit dem neuen, alten Trainer Dennis

Zum Jahresbeginn berichteten wir bereits kurz über den aus gesundheitlichen Gründen notwendig gewesenen Trainerwechsel.
In der Hinrunde hat uns das ein oder andere Mal das Quäntchen Glück und durch die Niederlagen auch das notwendige Selbstvertrauen gefehlt. Viele Spiele haben wir mindestens über die Hälfte der Spielzeit gleichwertig gestalten können, sind dann jedoch eingebrochen und haben so wertvolle Punkte verschenkt.
Seit Jahresbeginn haben wir nun drei Spiele gewonnen und uns an die mittlere Tabellenregion herangekämpft. Welcher Platz am Ende der Saison für unsere Zielerreichung Nichtabstieg reicht, wissen wir leider alle nicht.
Nachfolgend ein paar Fragen an unseren neuen, alten Trainer Dennis zu seiner neuen Herausforderung mit uns denn Klassenerhalt zu schaffen. Viel Spaß beim Lesen 🙂

Dennis, mit 6:0 Punkten nach deinem Amtsantritt zum Jahresbeginn, hat die Mannschaft einen furiosen Start ins neue Jahr hingelegt. Worin siehst du aus Trainersicht den Grund dafür?

Die Mannschaft ist und war schon immer hungrig. Sie ist aufnahmebereit und ist bereit an sich zu arbeiten. Diese Erfolge hat sie sich – auch bereits in der Hinrunde – hart erarbeitet. Es war wichtig, nach den Niederlagen der ersten Saisonhälfte wieder einen positiven Rahmen zu schaffen. Daran war uns von Anfang an sehr viel gelegen. Ich bin sehr froh und stolz, dass das Team dies so gut nutzt.

Und geht das jetzt immer so weiter?

(lacht) Nein, das ist sicherlich nicht zu erwarten. Wir haben bis zu den Osterferien harte Aufgaben vor uns. Gleich am kommenden Wochenende wartet mit der HSG Heidmark ein extrem fitter und eingespielter und zudem noch sehr heimstarker Gegner. Außerdem spielen jetzt auch unsere Konkurrenten gegeneinander und werden weitere Punkte erzielen.
Neben den Punkten gegen die direkten Konkurrenten gegen den Abstieg, brauchen wir also auch noch Punkte von Gegnern aus dem oberen Tabellenbereich. Wenn wir dies schaffen wollen, dann braucht die Mannschaft weiterhin jede Unterstützung aus dem Umfeld. Nur wenn wir im Verein zusammenhalten, der Mannschaft Mut machen und sie ausschließlich positiv anspornen, dann kann so ein Kraftakt gelingen.
Mit den drei Siegen in Folge (mit dem langersehnten ersten Heimsieg) hat die Mannschaft gezeigt, dass es sich lohnt sie zu unterstützen.

Gaby und du wart schon mal als Trainerduo dieser Mannschaft aktiv. Wieso seid ihr zurückgekehrt?

Das Team kam auf mich zu und hat mich gebeten in dieser Lage auszuhelfen. Die Mannschaft hat mir glaubhaft gemacht, dass sie motiviert ist und als Team agiert. Sie wollen alles hinter dem Ziel Klassenerhalt hinten anstellen.
Wir haben das Team damals durch einen Umbruch geführt, der den Weg, zusammen mit der nachfolgenden Arbeit von Biggi und Ralf, in die Oberliga überhaupt erst ermöglicht hat.
Das war damals eine sehr intensive Zeit. Wenn dann diese Mannschaft so in Not ist, kann man das nicht an sich vorbeiziehen lassen. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit zu helfen und für Gaby auch.

Wie war denn der Einstieg?

Schön und hart (schmunzelt). Die meisten kennen wir ja schon seit vielen Jahren. Und diejenigen, die für uns neu sind, machen uns das Trainerleben sehr einfach. Ich habe das Gefühl, dass die Chemie stimmt. Das gilt auch für´s Umfeld – diese Aufgabe, insbesondere für unser Berufs- und Privatleben, haben wir als Trainer für uns allerdings nicht in diesem Umfang kommen sehen. Da muss einiges umorganisert werden. Gaby steigt ja auch erst zeitversetzt richtig ein. Und bis sich für uns das Pensum eingependelt hat, dauert es noch ein bisschen.

Wie kann man sich das als Außenstehender vorstellen, wie ein Team, das vor 4 Wochen noch abgeschlagen vom rettenden Ufer entfernt war, den Klassenerhalt schaffen will?

Einerseits wühlen wir einiges auf und andererseits nutzen wir Bewährtes, wie zum Beispiel die erarbeiteten Konzeptionen von Heinz, um das Team vor dem Abstieg zu bewahren. Nur um einige Punkte zu nennen: Intervallläufe in Eigenregie, Spinning, Videoanalysen, extra Handball-Trainingseinheiten, wir arbeiten auch im mentalen Bereich, gesondertes Torwarttraining, Trainingslager. Manche der Mädels trainieren im Moment 4-5 mal pro Woche. All dies wäre nicht möglich, wenn nicht so viele Helfer aus dem Verein und der Vereinsführung unterstützen würden. Da verzichten sogar manche auf ihr eigenes Training, um uns zu helfen. Das ist toll, da sind wir sehr dankbar für.
Super, vielen Dank Dennis! Wir freuen uns auf eine erfolgreiche, anstrengende und spaßige zweite Saisonhälfte mit euch 🙂


An dieser Stelle möchten auch wir uns noch einmal bei allen Fans, Unterstützern, den Vereinsverantwortlichen und natürlich unseren weiteren Wegbereitern neben Dennis und Gaby danken – Biggi und Ralf und Heinz!!

Eure Erste

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